Paralympische Woche in der Stadionschule

Das Thema Inklusion stand in der vom Fan-Projekt mit dem DSC betriebenen "Stadionschule" in den Osterferien ganz oben auf der Tagesordnung. Natürlich zusammen mit Fußball, genauer gesagt mit Blindenfußball.
13 Jugendliche aus dem Freizeitzentrum Stieghorst haben sich auf das interessante Experiment eingelassen, sich dieser Sportart zu nähern und so Empathie für ein Leben mit Einschränkungen zu entwickeln. Letzteres war dann auch der Einstieg in das Projekt. Mittels verschiedener Übungen konnten die Jugendlichen erfahren, auf welche Schwierigkeiten man stößt, wenn man z.B. nicht sehen kann. Dass eine solche Einschränkung dennoch nicht bedeutet, dass man auf ein Arminia-Spiel auf der Alm verzichten muss, wurde bei der Stadionführung und insbesondere beim mit verbundenen Augen durchgeführten Besuch der Sehbehindertenplätze auf der Westtribüne deutlich.
Der eigentliche Schwerpunkt des Projekts lag jedoch beim aktiven Sport und der Frage, wie blinde Menschen Fußball spielen. Für die meisten Sehenden, so auch die TeilnehmerInnen der paralympischen Woche, ist dies ein schwer vorstellbares Unterfangen. Dass es dennoch möglich ist, war die wichtigste Erkenntnis des weiteren Projekts. Zentrales Element beim Fußball, wie auch beim Blindenfußball ist natürlich der Ball, der bei letzterem aber mit Rasseln bestückt ist und nur am Boden bewegt wird. Gespielt wird zudem in einer Socceranlage und ein sehender Betreuer ruft den SpielerInnen seines Teams Kommandos zu. Diese Kommandos zu registrieren, richtig einzuordnen und gleichzeitig den Ball und die MitspielerInnen akustisch wahrzunehmen sowie im Idealfall den Ball in den eigenen Reihen zu passen oder gar ins Tor zu befördern, war die Herkulesaufgabe. Dass diese bewältigt wurde, konnten alle TeilnehmerInnen selbst erleben, bildetet doch ein kleines Turnier mit zahlreichen Toren den Höhepunkt  und Abschluss des praktischen Teils.

 

                                (Foto: Thomas F. Starke)


Zu guter Letzt gab es in Dormund dann noch ein Zusammentreffen mit Jugendlichen, die in den Lernzentren in Dortmund (Para-Taekwondo) und Bochum (Para-Badminton) an ähnlichen Projekten teilgenommen haben. Dort präsentierten sich die Jugendlichen gegenseitig die Ergebnisse und Eindrücke ihrer Projekte. Interessierter Zuschauer war hier auch der deutsche National- und BVB-Spieler Ilkay Gündogan, der sich dem Thema als Integrationspate der Bundesliga-Stiftung und durch eine Freundschaft zum ebenfalls anwesenden Haşim Çelik, Welt- und Europameister im Para-Taekwondo sowie Mitinitiator der Projektwoche, verbunden fühlt.
Die Paralympische Woche fand im Rahmen des Projekts „Lernort Stadion“ statt, das an bundesweit zwölf Standorten von der Bundesliga bis zur 3. Liga politische Bildung im Fußballstadion anbietet. Initiatorin von „Lernort Stadion“ ist die Robert Bosch Stiftung, die das Gesamtprojekt seit 2010 gemeinsam mit der Bundesliga-Stiftung fördert. Als Partner zum neuen Thema Inklusion unterstützt die Aktion Mensch seit 2014 das Vorhaben inhaltlich und finanziell.

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